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OECD-Studie: Lesekompetenz entscheidet über Bildungserfolg

Der Bildungserfolg von Schülerinnen und Schülern hängt entscheidend von ihrer Lesekompetenz ab. Das belegt eine am Dienstag in Berlin veröffentlichte neue Studie der Organisation für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (OECD) "Reading for Chance". Bundesbildungsministerin Edelgard Bulmahn bezeichnete es als zentrale Aufgabe, dass "Schule und Eltern die Freude am Lesen stärker fördern". Es komme vor allem darauf an, Wege zu finden, die Lesemotivation von Schülerinnen und Schülern zu steigern. Aufgabe der Bildungssysteme sei es, in Curricula und pädagogischer Praxis sicherzustellen, dass Lesekompetenz ausreichend gefördert wird.

Bei der Internationalen PISA-Vergleichsstudie aus dem vergangenen Jahr hatten deutsche Schülerinnen und Schüler nur unterdurchschnittliche Ergebnisse im Bereich der Lesekompetenz erreicht. Gleichzeitig zeigte die Studie, dass im OECD-Vergleich in Deutschland der Bildungserfolg am stärksten von der sozialen Herkunft abhängt. Die neue OECD-Untersuchung basiert auf der Internationalen PISA-Vergleichsstudie und belegt, dass die Begeisterung für das Lesen und das Lesen in der Freizeit eines der wirksamten Mittel ist, um Benachteiligung zu überwinden, die aus der sozialen Herkunft herrühren.

Für die richtige Förderung der Kinder in der Schule spielt nach den Ergebnissen einer zweiten, ebenfalls neu veröffentlichten OECD-Analyse, die Qualifikation der Lehrerinnen und Lehrer eine entscheidende Rolle. Qualifizierte und motivierte Lehrer sind ein wesentlicher Faktor für ein erfolgreiches Bildungssystem. Nach den Daten der "Education Policy Analysis 2002" hat sich das Durchschnittsalter der Lehrkräfte in den vergangenen zehn Jahren drastisch erhöht. In Deutschland stieg es im Vergleich der OECD-Staaten am deutlichsten. Hier sind inzwischen fast die Hälfte aller Lehrerinnen und Lehrer über 50 Jahre alt. Ministerin Bulmahn mahnte in diesem Zusammenhang eine Offensive in Weiterbildung und Fortbildung an. Durch den zu erwartenden Generationenwechsel an den Schulen bestehe zudem die Chance, mit völlig neuen Konzepten in die Klassen zu kommen, sagte Bulmahn: "Wir brauchen eine stärker an der pädagogischen Praxis ausgerichtete Lehrerausbildung."

Die Studien können bei der OECD im Internet unter http://www.oecd.org bestellt werden.

Quelle: Pressemitteilung des BMBF Nr. 219/2002 vom 19.11.2002

 

 

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OECD-Studie: Lesekompetenz entscheidet über Bildungserfolg

Der Bildungserfolg von Schülerinnen und Schülern hängt entscheidend von ihrer Lesekompetenz ab. Das belegt eine am Dienstag in Berlin veröffentlichte neue Studie der Organisation für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (OECD) "Reading for Chance". Bundesbildungsministerin Edelgard Bulmahn bezeichnete es als zentrale Aufgabe, dass "Schule und Eltern die Freude am Lesen stärker fördern". Es komme vor allem darauf an, Wege zu finden, die Lesemotivation von Schülerinnen und Schülern zu steigern. Aufgabe der Bildungssysteme sei es, in Curricula und pädagogischer Praxis sicherzustellen, dass Lesekompetenz ausreichend gefördert wird.

Bei der Internationalen PISA-Vergleichsstudie aus dem vergangenen Jahr hatten deutsche Schülerinnen und Schüler nur unterdurchschnittliche Ergebnisse im Bereich der Lesekompetenz erreicht. Gleichzeitig zeigte die Studie, dass im OECD-Vergleich in Deutschland der Bildungserfolg am stärksten von der sozialen Herkunft abhängt. Die neue OECD-Untersuchung basiert auf der Internationalen PISA-Vergleichsstudie und belegt, dass die Begeisterung für das Lesen und das Lesen in der Freizeit eines der wirksamten Mittel ist, um Benachteiligung zu überwinden, die aus der sozialen Herkunft herrühren.

Für die richtige Förderung der Kinder in der Schule spielt nach den Ergebnissen einer zweiten, ebenfalls neu veröffentlichten OECD-Analyse, die Qualifikation der Lehrerinnen und Lehrer eine entscheidende Rolle. Qualifizierte und motivierte Lehrer sind ein wesentlicher Faktor für ein erfolgreiches Bildungssystem. Nach den Daten der "Education Policy Analysis 2002" hat sich das Durchschnittsalter der Lehrkräfte in den vergangenen zehn Jahren drastisch erhöht. In Deutschland stieg es im Vergleich der OECD-Staaten am deutlichsten. Hier sind inzwischen fast die Hälfte aller Lehrerinnen und Lehrer über 50 Jahre alt. Ministerin Bulmahn mahnte in diesem Zusammenhang eine Offensive in Weiterbildung und Fortbildung an. Durch den zu erwartenden Generationenwechsel an den Schulen bestehe zudem die Chance, mit völlig neuen Konzepten in die Klassen zu kommen, sagte Bulmahn: "Wir brauchen eine stärker an der pädagogischen Praxis ausgerichtete Lehrerausbildung."

Die Studien können bei der OECD im Internet unter http://www.oecd.org bestellt werden.

Quelle: Pressemitteilung des BMBF Nr. 219/2002 vom 19.11.2002

 
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